IFAT 2018: Deutscher Marktführer setzt auf ERDGAS

Deutscher Marktführer setzt auf ERDGAS

Sauber, leise und wendig: Iveco Eurocargo mit Müllsammelaufbau. Quelle: Iveco

Zukunft ERDGAS und Remondis sorgen für klimaneutrale Müllentsorgung

Am gestrigen Montag hat Remondis im Rahmen der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft IFAT in München die schrittweise Umstellung von einem großen Teil seiner Flotte von 8.000 Nutzfahrzeugen bekanntgegeben. Remondis setzt verstärkt auf Erdgasmobilität, um Diesel-Fahrverbote in deutschen Innenstädten zu umgehen. Zukunft ERDGAS wird als Spezialist für die Tankstelleninfrastruktur die Einführung begleiten. Als erster Schritt soll eine Erdgastankstelle in Hürth für die Versorgung von Müllsammelfahrzeugen ertüchtigt werden.

"Wir freuen uns, dass Remondis das Potenzial von ERDGAS für kommunale Mobilitätslösungen erkannt hat. Für Nutzfahrzeuge ist CNG die einzige kostengünstige Alternative zum Diesel", kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS, die Meldung. Gerade mit Blick auf den Klimaschutz sei ERDGAS die richtige Wahl für kommunale Fuhrparks. "Aufgrund seines erneuerbaren Zwillings in Form von Biomethan und synthetischem ERDGAS wird Gas immer grüner. So kann der Verkehr in nahezu allen deutschen Kommunen klimaneutral werden, ohne die kommunalen Budgets zu strapazieren", so Kehler weiter.

In enger Zusammenarbeit mit Zukunft ERDGAS errichten die Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft (GVG) und Remondis in Hürth bei Köln eine neue Erdgastanksäule. Sie wird die bestehende Erdgastankstelle der GVG erweitern. Spätestens ab Juli sollen Fahrzeuge der Abfallwirtschaft dort klimaneutrales Biomethan tanken können. In der Region sollen zudem neue CNG-Lkw zum Einsatz kommen. Sechs Fahrzeuge vom Modell Stralis NP habe Remondis bereits beim Lkw-Hersteller IVECO in Auftrag gegeben.

Nicht nur in Hürth setzt Remondis auf ERDGAS. Schrittweise sollen im gesamten Bundesgebiet Müllsammelfahrzeuge auf Erdgasantrieb umgerüstet werden. "Gas bietet zahlreiche Vorteile gegenüber den in Deutschland etablierten Lkw-Antriebsarten: Sie emittieren kaum Feinstaub und rund ein Viertel weniger Stickoxide und CO2. Zudem mindern sie die Lärmbelastung um 50 Prozent", erklärt Lars Nehrling, Leiter Public Affairs für Nordrhein-Westfalen bei Remondis. "Als größtes Entsorgungsunternehmen Deutschlands wollen wir mit positivem Beispiel vorangehen. Das Projekt im Kölner Raum ist unsere Testregion. Die neue Biomethan-Tanksäule soll der Politik und der Branche zeigen, dass Müllentsorgung auch nahezu klimaneutral möglich ist", so Nehrling weiter.

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