Eckpunkte des Energiekonzeptes 2050 der Bundesregierung

Das übergeordnete Ziel des Energiekonzeptes 2050 der Bundesregierung ist ein stärkerer Klimaschutz und eine nachhaltigere Energieversorgung. Erreicht werden soll eine sektorenübergreifende Reduzierung der Treibhausgasemissionen (jeweils im Vergleich zu 1990):

  • bis 2020 um 40 Prozent
  • bis 2030 um 55 Prozent
  • bis 2040 um 70 Prozent
  • bis 2050 um 80 Prozent bis 95 Prozent

Grundlegend ist geplant, die erneuerbaren Energien als Alternative zur Kernkraft und zum Hauptbestandteil der deutschen Energieversorgung auszubauen. Deutschland will bis 2022 aus der Kernenergie aussteigen und alle Atomkraftwerke vom Netz nehmen, um verbundene Risiken – wie sie in Fukushima aufgetreten sind – zu vermeiden. Zudem soll mehr umweltschonende Energie aus erneuerbaren Quellen in die Energieversorgung eingebunden werden – dadurch mindert Deutschland den CO2-Ausstoß, agiert klimaschonender und wird unabhängiger von Importen.

Ziel ist eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch (jeweils gegenüber 2008):

  • bis 2020 auf 18 Prozent
  • bis 2030 auf 30 Prozent
  • bis 2040 auf 45 Prozent
  • bis 2050 auf 60 Prozent

Auch der Anteil der Erneuerbaren – u. a. Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse – bei der Stromerzeugung soll weiter steigen (2014 etwa 16,3 Prozent):

  • bis 2020 auf 35 Prozent
  • bis 2030 auf 50 Prozent
  • bis 2040 auf 65 Prozent
  • bis 2050 auf 80 Prozent

Sparsamer und effizienter Umgang mit Energie

Grundsätzlich soll Deutschland weniger Energie verbrauchen und somit nachhaltiger mit Ressourcen umgehen. Hierzu soll der Bedarf an Primärenergie gesenkt werden (jeweils gegenüber 2008):

  • bis 2020 um 20 Prozent
  • bis 2050 um 50 Prozent

und eine Steigerung der Energieeffizienz sowie die Steigerung der Energieproduktivität um durchschnittlich etwa 2,1 Prozent pro Jahr einhergehen.

Senkung des Stromverbrauchs

Der Stromverbrauch soll (jeweils gegenüber 2008) bis 2020 um 10 Prozent und bis 2050 um 25 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wird angestrebt, den Anteil der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung (2014 ca. 17,3 Prozent) bis 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Reduzierung des Wärmebedarfs

Auch im Wärmemarkt soll Energie gespart werden:

  • Reduzierung des Wärmebedarfs des Gebäudebestandes (gegenüber 2008) bis 2020 um 20 Prozent
  • Reduzierung des Primärenergieverbrauchs im Bereich Wärme (gegenüber 2008) bis 2050 um 80 Prozent

Verkehr

Die Bundesregierung spricht sich auch für eine klimafreundlichere Mobilität aus und avisiert eine Reduzierung des Endenergieverbrauchs im Verkehr (gegenüber 2005):

  • bis 2020 um 10 Prozent
  • bis 2050 um 40 Prozent

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Dr. Norbert Azuma-Dicke
Leiter Public Affairs
Tel.: 030 4606015-70

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Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz

Mit der Koalitionsvereinbarung aus dem Jahr 2013 wurden die Ziele des Energiekonzeptes geschärft und der Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich ehrgeiziger gestaltet.

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