Entwicklung des Heizungsbestands

ERDGAS bleibt Nummer Eins im Wärmemarkt

Der Anteil der gasbasierten Heizsysteme lag im Jahr 2015 bei rund 50 Prozent. Dieser Anteil wird sich im Szenario bis zum Jahr 2030 auf mehr als 58 Prozent steigern und im Jahr 2050 bei rund 55 Prozent liegen. Die starke Stellung, die ERDGAS heute im Wärmemarkt hat, wird also erhalten bleiben. Verschieben werden sich allerdings die Anteile der eingesetzten Gas-Heizsysteme: Während im Jahr 2016 der Anteil an Gas-Niedertemperaturkesseln noch bei 26 Prozent und der Anteil von  Gas-Brennwertkesseln bei 14 Prozent lag, wird sich dieses Verhältnis im dargestellten Szenario bis 2030 deutlich zugunsten der Brennwerttechnik verschieben. Sie hat im Jahr 2030 einen Anteil von 34 Prozent, während mit Gas befeuerte Niedertemperaturkessel nur noch 3,2 Prozent der Heizanlagen ausmachen. Mit 3,6 Prozent hat außerdem die Brennstoffzellenheizung bereits eine wichtige Stellung.

Im Jahr 2050 sind die Niedertemperaturanlagen komplett verschwunden. Gas-Brennwerttechnik hat dann einen Anteil von 29 Prozent. Daneben spielt die Brennstoffzellenheizung mit 9,1 Prozent eine bedeutende Rolle im Wärmemarkt und ist damit für rund vier Millionen Wohneinheiten die bevorzugte Heizoption. Nahwärme-Lösungen auf Basis von ERDGAS machen darüber hin aus 5,3 Prozent des Marktes aus. Der konstant hohe Anteil von ERDGAS im Wärmemarkt ist also auch durch die besondere Innovationskraft der mit dem Energieträger betriebenen Heiztechnologien begründet.

Anteil von Strom im Wärmemarkt wächst nur langsam

Strombasierte Heizungen hatten im Jahr 2015 einen Anteil von rund fünf Prozent am Heizungsbestand. Darunter fallen allerdings auch ca. drei Prozent besonders ineffiziente elektrischer Speicherheizungen. Der Anteil elektrischer Wärmepumpen macht nur 1,7 Prozent aus. Bis zum Jahr 2030 wird die Anzahl elektrischer Wärmepumpen unter Annahme dieser Studie auf 5,3 Prozent steigen, elektrische Direkt- und Speicherheizungen werden einen Anteil von rund drei Prozent haben. Im Jahr 2050 werden elektrische Heizlösungen bei etwas mehr als 19 Prozent liegen. Eine grundlegende Elektrifizierung des Wärmemarktes ist für die Immobilienbesitzer offensichtlich keine wirtschaftlich dominante Alternative.

Anteil von Heizöl nimmt deutlich ab

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, das Heizöl bis 2050 aus dem Wärmemarkt, der seine Klimaziele errreichen soll, komplett verschwunden sein wird. Im Jahr 2015 lag der Anteil an ölbefeuerten Niedertemperaturanlagen noch bei 24 Prozent, im Jahr 2030 führen sie mit 2,9 Prozent nur noch ein Nischendasein. Im Neubau spielen Ölheizungen bereits heute kaum noch eine Rolle. Der Grund für die angenommene Entwicklung liegt darin, dass für Heizöl kein regenerativer Pfad im Szenario hinterlegt wurde.