Effizienz und regenerative Energien bestimmen die Marktentwicklung

Heizungstausch trägt die CO2-Reduktion

Im gesamten Wärmemarkt lassen sich bis zum Jahr 2050 rund 81 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zum Referenzjahr 1990 einsparen. Den größten Anteil an dieser Entwicklung hat der Heizungsbestand: Von den bis zum Jahr 2030 rund 70 Millionen Tonnen eingesparten CO2-Emissionen gegenüber 2016 entfallen mehr als 50 Millionen auf Änderungen im Bereich der Wärmeerzeuger. Bis zum Jahr 2050 reduzieren sich die CO2-Emissionen gegenüber 2016 insgesamt um 110 Millionen Tonnen. 65 Millionen davon macht die Entwicklung des Heizungsbestandes aus.

Einfamilienhäuser sparen mehr CO2 als Mehrfamilienhäuser

Einfamilien- und Reihenhäuser erzielen bis 2050 eine Reduktion der CO2-Emissionen von 76 Prozent gegenüber dem Jahr 2016 und von 83 Prozent gegenüber dem Jahr 1990. Bei  Mehrfamilienhäusern liegt die Einsparung bei 68 Prozent gegenüber 2016 und 78 Prozent gegenüber 1990. Zusammengerechnet liegt die CO2-Reduktion des Gebäudebstandes innerhalb der Zielvorgabe der deutschen Klimapolitk.

Regenerativerer Wärmemarkt

Der Anteil der Erneuerbaren steigt, vor allem durch ERDGAS

Die regenerativen Energien gewinnen laut Szenario im Wärmemarkt an Bedeutung: Im Jahr 2050 werden rechnerisch mehr als 50 Prozent der Wohneinheiten vollständig durch erneuerbare Energien versorgt.

Die Entwicklung hin zu mehr regenerativen Energien im Wärmemarkt wird zum großen Teil durch die eingesetzten Energieträger getragen. Holz wird als Biomasse 75 Terawattstunden am Energieverbrauch ausmachen. Bei Strom werden 22 Terawattstunden als vollständig erneuerbar hergestellt angenommen. Besonders bedeutsam ist allerdings auch die Entwicklung von ERDGAS: Der Anteil von erneuerbarem ERDGAS – das heißt aufbereitetem Biomethan und synthetischem ERDGAS zum Beispiel aus Power-to-Gas-Anlagen – wird bis 2030 auf elf Prozent und bis 2050 auf 35 Prozent in der Erdgasversorgung ansteigen, allerdings in einem um 18 Prozent gesunkenen Gasmarkt. In absoluten Zahlen bedeutet dies für das Szenario: Im Jahr 2050 werden inklusive des Gaseinsatzes in der Nahwärme 77 Terawattstunden an erneuerbarem ERDGAS im Wärmemarkt eingesetzt.