Brennstoffzellen im Wärmemarkt

Brennstoffzelle im Wärmemarkt
Quelle: Viessmann Werke GmbH & Co. KG

Aus Erdgas einfach Wasserstoff erzeugen

Die Brennstoffzellen-Heizung erzeugt sowohl Wärme als auch Strom. Und das in den eigenen vier Wänden. Sie ist nicht größer als ein Kühlschrank und hat die geringsten Betriebskosten aller Heizsysteme.

Förderprogramm für Brennstoffzellen-Heizungen

Da Brennstoffzellen besonders effizient und umweltschonend sind, hat der Staat sein Technologie-Einführungsprogramm verlängert. Der Investitionskostenzuschuss der KfW gilt für den Neubau und für den Gebäudebestand sowohl für Wohn- als auch für Gewerbeimmobilien.

Der Zuschuss setzt sich aus einem Festbetrag in Höhe von 5.700 Euro und einem leistungsabhängigen Zusatzbetrag zusammen. Je angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung gewährt der Staat 450 Euro Förderung. Zusätzlich werden Brennstoffzellen über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) gefördert. Jede selbstproduzierte Kilowattstunde wird mit 8 Cent bei Selbstverbrauch bzw. 16 Cent bei Einspeisung ins Netz gefördert. Alternativ ist auch die einmalige Auszahlung eines pauschalen KWK-Zuschlags in Höhe von 1.800 Euro möglich.

KfW-Zuschuss Brennstoffzelle

Förderung Brennstoffzelle

Beste Chancen auf dem Wärmemarkt

Das wird Auswirkungen auf den Wärmemarkt haben: Im März 2016 haben wir eine Prognose zur Entwicklung des Absatzes von Brennstoffzellen erstellt. In enger Kooperation mit Gas-Wirtschaft, Geräteindustrie, Instituten und Verbänden wurden Szenarien für den Wärmemarkt der Zukunft erarbeitet. Angesichts der Förderung wird sich danach der Absatz der Brennstoffzelle erhöhen. Bis 2020 wird mit etwa 55.000 installierten Geräten gerechnet. Damit eröffnet die Brennstoffzelle dem schlafenden Riesen Wärmemarkt einen großen Schritt in Richtung Effizienz und Klimaschutz.

Praktische Technik

Eine Brennstoffzellen-Heizung benötigt nur einen Erdgas-Anschluss und hat eine Aufstellfläche von einem halben Quadratmeter. Aus dem Erdgas wird Wasserstoff gewonnen, der sich in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff zu Wasser verbindet, dabei entstehen Strom und Heizwärme. Natürlich lässt sich die Heizung auch mit Biomethan betreiben und wird damit besonders klimafreundlich. Sollte an besonders kalten Tagen mehr Wärme benötigt werden, dann verfügen einige Modelle über ein integriertes Gas-Brennwertgerät, welches im Bedarfsfall zusätzliche Leistung bereitstellt. Umgekehrt kann Strom, der gerade nicht im Haus benötigt wird, ins öffentliche Netz eingespeist werden und wird vergütet. Das ist Hightech über den Heizungskeller hinaus.