Das Erdgas-Netz – verlässlich und flexibel

Erdgas hat eine zentrale Bedeutung für den Wärme- und Strommarkt

Die zentrale Bedeutung von Erdgas für die Energieversorgung

Das Erdgas-Netz ist das Rückgrat der deutschen Gas-Versorgung. Die bundesweit verfügbare Transport- und Verteil-Infrastruktur umfasst 530.000 km Rohrleitungen und speichert etwa doppelt so viel Energie wie das deutsche Stromnetz. Das Verteilnetz besitzt eine Länge von mehr als 470.000 km, während die Fernleitungsnetze mit ca. 40.000 km Länge die Hauptschlagadern des Gas-Transportsystems in Deutschland stellen. Deutschland verfügt darüber hinaus über die größten Erdgas-Speicherkapazitäten in Europa. In den 50 unterirdischen Speichern kann rund ein Viertel des Jahresbedarfs an Erdgas gespeichert werden.

Teil der europäischen Infrastruktur

Das deutsche Netz ist integraler Bestandteil des europäischen Erdgas-Verbundsystems mit zahlreichen Übergängen zu unseren Nachbarländern, vielfach mit der Möglichkeit, ein Reverse-Flow-Verfahren zu integrieren, das heißt, Erdgas sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu transportieren. Diese Struktur schafft Flexibilität und sichert so die außerordentlich hohe Zuverlässigkeit der deutschen Erdgas-Versorgung. 

Europäische Gas-Infrastruktur

Versorgungssicherheit durch Diversität

Rund zwei Drittel des in Deutschland eingesetzten Erdgas werden hierzulande oder in anderen europäischen Ländern gefördert. Mehr als ein Drittel wird aus Russland importiert. Im Jahr 2016 wurden 6 Prozent in Deutschland selbst gefördert, aus Norwegen kamen 28 Prozent, aus den Niederlanden 25 Prozent, aus Russland 38 Prozent und die verbleibenden drei Prozent kommen vor allem aus Dänemark und Großbritannien (die Zahlen werden seit 2016 aus Datenschutzgründen vom BAFA nicht mehr nach Ursprungsland aufgeschlüsselt veröffentlicht; die genannten Werte beruhen daher auf Schätzungen). Durch die große Zahl an Bezugsquellen und eine noch größere Zahl von Bezugswegen können mögliche Störungen jederzeit kompensiert werden, so dass die Versorgung der Verbraucher stets gewährleistet bleibt. Neben dem Transport von Erdgas in Pipelines über Land oder unter Wasser (beispielsweise über die Nord Stream Pipeline, die Deutschland direkt mit dem Exporteur Russland verbindet), kann Erdgas in verflüssigter Form (LNG) auch auf dem Seeweg zu uns gelangen. Entsprechende LNG-Terminals gibt es beispielsweise bei unseren europäischen Nachbarn in den Niederlanden und Frankreich. Aktuell werden Pläne für ein mögliches deutsches LNG-Terminal geprüft.

Erdgas ist für die nächsten Generationen verfügbar.

Investitionen in die Zukunft der Energieversorgung

Die deutsche Erdgas-Wirtschaft investierte 2016 ca. 2 Milliarden Euro u. a. in die Infrastruktur, Entwicklung innovativer Technologien sowie in eine hohe Versorgungszuverlässigkeit und -qualität – und somit in die Zukunft der Energieversorgung.

Bezugsquellen von Energie

Das deutsche Erdgas-Aufkommen stammt 2016 etwa zu zwei Dritteln aus West- und Nordeuropa: Norwegen (28 Prozent), Niederlande (25 Prozent), Dänemark / Großbritannien / sonstige Länder (3 Prozent) – Hinweis: Die genannten Werte beruhen auf Schätzungen. Wichtigster Erdgas-Lieferant ist Russland mit etwa 38 Prozent. Der Anteil der inländischen Exploration beträgt rund 6 Prozent.

Vorketten-Emissionen von Erdgas

Die Studie des DBI Leipzig "Kritische Überprüfung der Default-Werte der Treibhausgas-Vorketten-Emissionen von Erdgas" zeigt auf, dass auch unter Einbeziehung aller Vorketten Erdgas der klimaschonendste fossile Energieträger ist. Insgesamt beträgt der Klimavorteil von Erdgas gegenüber Stein- und Braunkohle zwischen 41 und 44 Prozent. Unter Berücksichtigung der Kraftwerkswirkungsgrade steigt dieser Vorteil sogar noch. Die Vorketten-Emissionen von Erdgas – zur Presseinfo – inklusive aller Methanverluste in Höhe von 0,6 Prozent machen dabei einen Anteil von 12,5 Prozent der gesamten klimarelevanten Emissionen aus.

Zur Studie

Studie belegt Klimavorteil Erdgas