Gute Aussichten für unser Klima: Mit ERDGAS schaffen wir die Klimaziele

Fuel Switch

Gute Aussichten für unser Klima

Mehr Strom aus Gaskraftwerken sorgt für weniger CO2-Ausstoß.

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LNG

Gute Aussichten für Unsere Luft

AIDAnova – umweltschonend unterwegs mit flüssigem ERDGAS.

LNG

Deutschland bekennt sich zum Klimaschutz. Wenn wir unsere Klimaverpflichtungen einhalten wollen, müssen die Emissionen aber deutlich sinken – im Wärmemarkt, im Stromsektor und im Verkehrssektor. Dazu müssen wir so schnell wie möglich raus aus der Braunkohle. Effiziente Gaskraftwerke können heute schon die emissionsintensiven Braunkohlekraftwerke ersetzen. Die CO2-Belastung bei der Stromerzeugung ließe sich so drastisch reduzieren: Mit nur drei Jahren Verspätung könnten wir das Ziel, die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken, erreichen. Aber das gelingt nur zu marktwirtschaftlich fairen Bedingungen.

Emissionsintensiver Strommarkt: Größter Hebel für den Klimaschutz

Ausgerechnet Deutschland, vor Jahren noch ein Vorreiter im Klimaschutz, kommt bei der Reduzierung seiner Treibhausgasemissionen nur äußerst schleppend voran: In fast allen Sektoren – Industrie, Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft – sind die Emissionen in den letzten Jahren sogar wieder angestiegen.

CO2-Bilanz der Energiewende: Stromsektor birgt größtes Klimaschutzpotenzial

Den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen hat nach wie vor die Energieerzeugung: Sie ist für rund ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Allein die Stromerzeugung aus Braunkohle hat 2017 rund 158 Millionen Tonnen CO2 verursacht – knapp 73 Prozent unseres jährlichen CO2-Budgets aus den Zielen des Pariser Klimaabkommens.

"Fuel Switch" von Kohle zu Gas: 43 Prozent weniger CO2 bis 2023

Eine aktuelle Studie von Aurora Energy Research zeigt: Durch einen "Fuel Switch", bei dem insbesondere Gaskraftwerke verstärkt eingesetzt werden, ließen sich die CO2-Emissionen im Stromsektor im Vergleich zum Jahr 1990 um bis zu 43 Prozent senken. Schon bei einer Abschaltung von fünf bis neun Gigawatt Braunkohleerzeugungsleistung könnte Deutschland so die selbst gesteckten Klimaziele 2020 innerhalb der kommenden fünf Jahre erreichen. Mit aktuell 30 GW installierter Leistung können die bestehenden Gaskraftwerke die wegfallenden Kapazitäten problemlos auffangen – der schnellste und kostengünstigste Weg für mehr Klimaschutz. Und auch die Klimaziele für 2030 bleiben dadurch noch erreichbar.

Um über dieses Potenzial zu informieren, hat Zukunft ERDGAS die Kampagne "Gute Aussichten für unser Klima" gestartet. Mit dem prägnanten Motiv möchte die Branche darauf aufmerksam machen, dass umweltschonende Gaskraftwerke bereits kurzfristig einen nachhaltigen Beitrag zur Emissionssenkung im Stromsektor leisten können.

Zur Presseinfo

Gute Aussichten für unser Klima

CO2-Einsparung als Leitgröße: Emissionsarme und hochflexible Gaskraftwerke besser auslasten

Dazu müssen die vorhandenen Gaskraftwerke aber besser ausgelastet werden. Derzeit werden in Deutschland nur 35 Prozent ihrer Leistungskapazität genutzt, während emissionsintensive Braunkohlekraftwerke zu 78 Prozent ausgelastet sind. Die Gründe dafür liegen vor allem im niedrigen Braunkohlepreis und in der nach wie vor völlig unzureichenden Berücksichtigung der CO2-Emissionen bei der Preisbildung.

CO2-arme Gaskraftwerke sind weit weniger ausgelastet als Kohlekraftwerke

Im Vergleich zu einem Braunkohlekraftwerk erzeugen Gaskraftwerke dreimal mehr Energie pro Tonne CO2. Im Stromsektor liegt also ein großer Hebel für mehr Klimaschutz, denn Gaskraftwerke emittieren dadurch bis zu 70 Prozent weniger CO2. Pro Jahr ließen sich so bis zu 110 Millionen Tonnen CO2 einsparen – mehr als alle Treibhausgas-Emissionen der deutschen Haushalte zusammen. Wir brauchen also deutlich mehr Gaskraftwerke, nicht weniger. Denn als zweite tragende Säule neben den Erneuerbaren wird Gas zukünftig unverzichtbar.

Gaskraftwerke und grünes Gas als Rückgrat der Energiewende

Das zeigt sich besonders in Zeiten "kalter Dunkelflaute": Auch wenn die Windräder stillstehen und der Himmel bedeckt ist, muss die Energieversorgung gewährleistet sein. Als hochflexibles Backup wird das 2050 nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) allein die Gaskraftwerksflotte leisten können. Bis zu 54 GW zusätzliche Leistung werden bis dahin benötigt. Dabei wird auch grünes Gas eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Zusätzlich bietet die bestehende Infrastruktur einen wertvollen Beitrag zur Energiewende, denn die Power-to-Gas-Technologie – die Umwandlung von erneuerbarem Strom in grünes Gas – ist der derzeit einzige verfügbare Langzeitspeicher für Wind- und Sonnenenergie. Das Stromnetz wird dadurch deutlich entlastet, denn im Gasnetz kann der gespeicherte Öko-Strom dorthin transportiert werden, wo er gebraucht wird.

Drei Maßnahmen, damit wir die Klimaziele schaffen

Fest steht: Keine andere Maßnahme in der Stromerzeugung senkt kurzfristig mehr CO2 pro eingesetztem Euro als der Ersatz von Braunkohle durch Gas. Aus Sicht der deutschen Gaswirtschaft sind dazu drei Schritte notwendig:

1. Bestehende emissionsarme Gaskraftwerke absichern. Die Stromerzeugungskapazitäten würden in einem Kapazitätsmarkt ausgeschrieben und in einem freien Wettbewerb bepreist. Betreiber können dadurch ihre Anlagen am Netz halten und die nötige CO2-arme konventionelle Kraftwerkskapazität kosteneffizient sichern.

2. Alte Kraftwerke vom Netz nehmen. Die emissionsintensivsten Kraftwerke müssen schnellstmöglich aus dem Markt gedrängt werden, indem die CO2-Einsparung zur zentralen Leitgröße wird. Im Rahmen einer CO2-Stillegungsprämie würde das einzusparende CO2-Budget ausgeschrieben und die Betreiber, die CO2 am günstigsten stilllegen können, erhielten den Zuschlag. So werden die Emissionen im Strommarkt schnell und kostengünstig gesenkt.

3. Kleine dezentrale Gaskraftwerke zubauen. Hier liegt die Zukunft der Energieversorgung: Dezentrale KWK-Gaskraftwerke können regionale Schwankungen im Stromangebot ausgleichen und so einen wesentlichen Beitrag zur Netzentlastung und zur Stabilisierung des Stromsystems leisten. Zudem erzeugen sie Wärme und erreichen damit Wirkungsgrade von über 60 Prozent, was sie zu einem hocheffizienten und flexiblen Rückgrat der Energiewende macht.

Eines wird deutlich: Wir können die selbstgesteckten Ziele im Stromsektor zeitnah und kostengünstig erreichen. Alles, was es jetzt dafür braucht, ist ein Wechsel von Kohle zu emissionsarmen Energieträgern wie Gas. Die notwendige Infrastruktur für das Gelingen der Energiewende steht uns bereits zur Verfügung. Es bestehen also gute Aussichten für unser Klima.


LNG im Schiffstank – Gute Aussichten für unsere Luft

Gute Aussichten für unsere Luft

Im Dezember 2018 sticht die AIDAnova zu ihrer Jungfernfahrt in See. Als erstes Kreuzfahrtschiff der Welt wird es mit umweltschonendem LNG (Liquefied Natural Gas) angetrieben. Damit fällt in Deutschland der Startschuss für den Einsatz von LNG in der Schifffahrt auch in großem Maßstab – ein positives Signal für die Luftqualität und die Flexibilität unseres Energiesystems.

Green Cruising dank Dual-Fuel-Motoren

337 Meter lang, 42 Meter breit, 20 Decks, Platz für 5.000 Passagiere, Wasserpark, Mini-Golf-Anlage, Hochseilgarten: Die Ende August 2018 getaufte AIDAnova bietet alle Annehmlichkeiten, die Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff dieser Größenordnung erwarten dürfen. Das wirklich Besondere an der AIDAnova verbirgt sich allerdings tief im Inneren des Schiffs: Im Maschinenraum arbeiten vier hochmoderne Dual-Fuel-Motoren. Und sie werden, anders als bisher auf Kreuzfahrtschiffen üblich, mit flüssigem ERDGAS (LNG) angetrieben. Für das Klima und die Luftqualität ist das eine hervorragende Nachricht.

Weniger Emissionen, mehr Flexibilität

LNG ist ERDGAS, das auf eine Temperatur von minus 162 Grad heruntergekühlt und so flüssig wird. Dabei reduziert sich sein Volumen um den Faktor 600. Damit kann ERDGAS auch außerhalb der Gasnetzinfrastruktur – zum Beispiel per Schiff oder per Lkw – transportiert werden. Dieser Flexibilitätszuwachs ist einer von zahlreichen Vorteilen des innovativen Kraftstoffs. Vor allem aber überzeugt LNG durch seine durchweg geringeren Treibhausgas- und Schadstoffemissionen im Vergleich zu Schweröl und Marinediesel.

Lokale und globale Luftreinhaltung mit LNG

Bei der Verbrennung von LNG in Schiffsmotoren werden nahezu keine Schwefeldioxidemissionen und fast kein Feinstaub verursacht. Auch der Ausstoß von Stickoxiden fällt um etwa 85 Prozent geringer aus. Bei einem Einsatz von LNG in der Binnenschifffahrt könnte so die lokale Schadstoffbelastung von Hafenstädten wie Köln oder Ludwigshafen erheblich verringert werden. Und auch das Klima profitiert, denn die CO2-Emissionen sinken um bis zu 25 Prozent.

Klimabelastung durch den Schiffsverkehr reduzieren

Schon heute werden jährlich über 9 Milliarden Tonnen Güter per Schiff transportiert – Tendenz steigend. Umso wichtiger ist es, so schnell wie möglich Maßnahmen zu ergreifen, die dazu beitragen, einen weiteren Anstieg der von der Schifffahrt verursachten Gesamtemissionen zu vermeiden. Denn trotz aller Bemühungen sind die CO2-Emissionen des Verkehrssektors in Deutschland seit 1990 sogar um 4 Prozent angestiegen. Neben dem Straßenverkehr tragen auch die mehr als 40.000 Handels- und 600 Kreuzfahrtschiffe weltweit maßgeblich zum Ausstoß von Treibhausgasen bei.

Planungen für ein deutsches LNG-Terminal

Die Zeichen für den flächendeckenden Einsatz von emissionsarmem LNG stehen gut: Mit 28 Terminals, an denen LNG angeliefert und für die verschiedenen Nutzungen vorbereitet wird, verfügt Europa schon heute über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Sieben dieser Terminals befinden sich in Nordwesteuropa: in Großbritannien, Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden. Und auch in Deutschland laufen die Planungen für LNG-Terminalprojekte auf Hochtouren. Als Standorte sind unter anderem Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven im Gespräch.

Schon im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD hat sich die Bundesregierung klar zum Ausbau von Initiativen zugunsten alternativer Kraftstoffe wie LNG bekannt, um einen umweltverträglichen, wirtschaftlichen und wettbewerbsfähigen Schiffsverkehr sicherzustellen. Eine entsprechende Förderrichtlinie für die Aus- und Umrüstung von Seeschiffen zur Nutzung von LNG wurde 2017 bereits verabschiedet. Und der Bund geht mit gutem Beispiel voran: Als weltweit erstes seegängiges Behördenschiff soll die "ATAIR" für Forschungs- und Vermessungszwecke ab 2020 mit LNG in der Nord- und Ostsee unterwegs sein.

Mehr Importquellen durch Transport per Schiff

Durch die Unabhängigkeit von Pipelines trägt LNG zu einer weiteren Diversifizierung der deutschen Erdgas-Importquellen bei. Hergestellt wird LNG unter anderem in den USA, in Nigeria, Katar und Russland und von dort mit speziellen Schiffen zu Terminals in aller Welt transportiert. Schon 2040 könnten bis zu 60 Prozent des weltweit gehandelten Erdgases in Form von LNG verteilt werden, prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA). Davon profitiert nicht nur die Schifffahrt, denn LNG lässt sich auch als Kraftstoff für Lkw verwenden. Wird das flüssige ERDGAS regasifiziert, kann es über die Gasnetzinfrastruktur zu den Verbrauchern transportiert und in Heizungsanlagen oder beispielsweise in Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt werden. Und langfristig, mit der zunehmenden Verfügbarkeit erneuerbarer Gase, wird emissionsarmes LNG sogar CO2-neutral werden.

Mit LNG zur maritimen Energiewende

Die bisherigen Maßnahmen der Politik zeigen, dass die Bundesregierung das Potenzial von LNG für die Schifffahrt bereits erkannt hat. Auch die ersten deutschen Reedereien haben sich schon für die Umrüstung von Containerschiffen oder den Neubau von LNG-Fähren entschieden. Mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur und der Festlegung einheitlicher Rahmenbedingungen kann die maritime Energiewende also schon heute gelingen. Gute Aussichten also für unsere Luft.


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