Schnell, flexibel und dezentral – als Partner der Erneuerbaren

Die Energiewende ist beschlossen und der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Bereits mehr als 36 Prozent des jährlich verbrauchten Bruttostroms stammte 2017 aus regenerativen Quellen – und der Anteil der Erneuerbaren soll weiter ansteigen, bis zum Jahr 2025 sind 40 bis 45 Prozent geplant und bis 2050 sind 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien vorgesehen. Dabei müssen drei Dinge sichergestellt sein: Versorgungssicherheit, Effizienz und Preisstabilität. Konventionelle Energieträger wie ERDGAS sind hierfür in den kommenden Jahrzehnten unumgänglich – als Ergänzung zu Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft, zur Kompensation des Atomausstieg bis 2022 und zur Sicherstellung der Energieversorgung. Besonders geeignet ist ERDGAS, weil es klimaschonend, flexibel und dezentral einsetzbar ist.

Moderne Gaskraftwerke zur Stromerzeugung

Gaskraftwerke zählen zu den effizientesten Kraftwerken und weisen beispielsweise gegenüber Kohle eine bessere CO2-Bilanz sowie einen höheren Wirkungsgrad auf. So können beispielsweise Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) innerhalb kürzester Zeit hoch- und runter geregelt werden und sind im Gegensatz zu Kohlekraftwerken eine optimale Ergänzung, um bei Bedarf Laständerungen bzw. Engpässe kurzfristig auszugleichen. Durch den Einsatz hochflexibler Gaskraftwerke kann die volatile Einspeisung von Erneuerbaren Energien ins Stromnetz ausgeglichen und Versorgungssicherheit gewährleistet werden.

Kombinierte Wärme- und Stromerzeugung

An Bedeutung gewinnen effiziente Gaskraftwerke – BHKW, Gasturbinen oder GuD-Kraftwerke – durch die Möglichkeit der kombinierten Wärme- und Stromerzeugung. Möglich macht das die bewährte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die erzeugte Wärme wird zur Nah- und Fernwärmeversorgung eingesetzt, der produzierte Strom ins Stromnetz eingespeist. Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung können durch die gekoppelte Strom- und Wärmeproduktion je nach Leistungsklasse Gesamtwirkungsgrade von bis zu 90 Prozent erzielen.

Da der Strom dezentral erzeugt und gleichzeitig dabei effizient Wärme bereitgestellt wird, lassen sich Ressourcen einsparen und CO2-Emissionen reduzieren Ein weiterer Effekt: Die dezentrale Erzeugung mindert den Ausbaubedarf der Übertragungsnetze. KWK ist als Effizienztechnologie anerkannt und daher soll im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes die Stromerzeugung aus KWK-Anlagen auf 110 Terawattstunden bis zum Jahr 2020 sowie auf 120 Terawattstunden bis zum Jahr 2025 erhöht werden (siehe § 1 KWKG 2016).

Strom erzeugende Heizung und Brennstoffzellen-Heizgeräte

Strom erzeugende Heizungen und Brennstoffzellen erzeugen aus ERDGAS und BIO-ERDGAS dezentral sowohl Strom als auch Wärme für Heizung und Warmwasser in Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Vorteil: Durch die zusätzliche Nutzung der Abwärme wird ein Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent erreicht. Weitere Perspektiven bieten "virtuelle Kraftwerke": Einige Tausend dieser Mikro-KWK-Anlagen werden zusammengeschaltet und stellen so bei Engpässen Ausgleichsenergie zur Verfügung und können so zur Netz-Stabilisierung beitragen.

Erfahren Sie mehr Strom erzeugende Heizung (Mikro-KWK)