Das Erdgasnetz – verlässlich und flexibel

Die zentrale Bedeutung von ERDGAS für die Energieversorgung

Das Erdgasnetz ist das Rückgrat der deutschen Gasversorgung. Die bundesweit verfügbare Transport- und Verteilinfrastruktur umfasst 505.000 km Rohrleitungen: 167.000 km Niederdruck-, 216.000 km Mitteldruck- und 122.000 km Hochdrucknetz – und speichert etwa doppelt so viel Energie wie das deutsche Stromnetz. Deutschland verfügt darüber hinaus über die größten Erdgas-Speicherkapazitäten in Europa. In den 51 unterirdischen Speichern kann rund ein Viertel des Jahresbedarfs an ERDGAS gespeichert werden.

Teil der europäischen Infrastruktur

Das deutsche Netz ist integraler Bestandteil des europäischen Erdgasverbundsystems mit zahlreichen Übergängen zu unseren Nachbarländern, vielfach mit der Möglichkeit, ein Reverse-Flow-Verfahren zu integrieren, das heißt, ERDGAS sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zu transportieren. Diese Struktur schafft Flexibilität und sichert so die außerordentlich hohe Zuverlässigkeit der deutschen Erdgasversorgung. 

Versorgungssicherheit durch Diversität

Rund zwei Drittel des in Deutschland eingesetzten Erdgases werden hierzulande oder in anderen europäischen Ländern gefördert. Etwa ein Drittel wird aus Russland importiert. Im Jahr 2014 wurden 10 Prozent in Deutschland selbst gefördert, aus Norwegen kamen 23 Prozent, aus den Niederlanden 25 Prozent, aus Russland 38 Prozent und die verbleibenden vier Prozent kommen vor allem aus Dänemark und Großbritannien. Durch die große Zahl an Bezugsquellen und eine noch größere Zahl von Bezugswegen können mögliche Störungen jederzeit kompensiert werden, so dass die Versorgung der Verbraucher stets gewährleistet bleibt. Neben dem Transport von ERDGAS in Pipelines über Land oder unter Wasser (beispielsweise über die Nord Stream Pipeline, die Deutschland direkt mit dem Exporteur Russland verbindet), kann ERDGAS in verflüssigter Form (LNG) auch auf dem Seeweg zu uns gelangen. Entsprechende LNG-Terminals gibt es beispielsweise bei unseren europäischen Nachbarn in den Niederlanden und Frankreich. 

Investitionen in die Zukunft der Energieversorgung

Die deutsche Erdgaswirtschaft investierte 2014 rund 1,8 Milliarden Euro u. a. in die Infrastruktur, Entwicklung innovativer Technologien sowie in eine hohe Versorgungszuverlässigkeit und -qualität – und somit in die Zukunft der Energieversorgung.

Bezugsquellen von Energie

Das deutsche Erdgasaufkommen stammt etwa zu zwei Dritteln aus West- und Nordeuropa: Niederlande (25 Prozent), Norwegen (23 Prozent), Dänemark/Großbritannien/sonstige Länder (4 Prozent). Wichtigster Erdgaslieferant ist Russland mit etwa 38 Prozent. Der Anteil der inländischen Exploration beträgt rund 10 Prozent.

Vorkettenemissionen von ERDGAS

Studie belegt Klimavorteil ERDGAS

Die Studie des DBI Leipzig „Kritische Überprüfung der Default-Werte der Treibhausgasvorkettenemissionen von ERDGAS“ zeigt auf, dass auch unter Einbeziehung aller Vorketten ERDGAS der klimaschonendste fossile Energieträger ist. Insgesamt beträgt der Klimavorteil von ERDGAS gegenüber Stein- und Braunkohle zwischen 41 und 44 Prozent. Unter Berücksichtigung der Kraftwerkswirkungsgrade steigt dieser Vorteil sogar noch. Die Vorkettenemissionen von ERDGAS – zur Presseinfo – inklusive aller Methanverluste in Höhe von 0,6 Prozent machen dabei einen Anteil von 12,5 Prozent der gesamten klimarelevanten Emissionen aus.

Zur Studie

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Dr. Norbert Azuma-Dicke
Leiter Public Affairs
Tel.: 030 4606015-70

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Äußerst zuverlässig

Gas ist eine höchst zuverlässige Energiequelle, auch aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur und der hohen Diversifität. Der internationale Gashandel ist für ausgewogene Handelsbeziehungen zu den europäischen Nachbarländern von zentraler Bedeutung. 

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