Gas-Heiztechnik: Beliebt, effizient und zukunftsfähig

Erdgas schafft die Energiewende im Heizungskeller

Erdgas und die Gas-Heiztechnologien spielen in den deutschen Heizungskellern eine unverändert große Rolle. Das wird auch langfristig so bleiben, denn der Energieträger wird seine vielen Vorteile und seine Zukunftsfähigkeit weiterhin auch in einem durch die Energiewende veränderten Wärmemarkt ausspielen.

1. Erdgas ist die Nummer eins im Heizungskeller

Zahlen lügen nicht: Drei von vier in Deutschland im Jahr 2018 neu installierten Heizungen werden mit Erdgas betrieben. Das macht die Gas-Heiztechnologien zu den mit Abstand beliebtesten Wärme-Erzeugern, noch weit vor elektrischen Wärmepumpen oder Systemen, die mit Heizöl betrieben werden. Die Kunden lieben Erdgas und halten dem Energieträger die Treue: Nach Zahlen des BDEW Bundesverband der deutschen Energiewirtschaft würden sich über 90 Prozent der Eigenheimbesitzer, die heute mit Erdgas heizen, wieder für diesen Energieträger entscheiden.

2. Gas-Heizungen sind komfortabel und wirtschaftlich

Die Kunden schätzen an Gas-Heizungen vor allem den hohen Komfort: Die Heizungen sind extrem einfach zu bedienen. Auch die hohe Wirtschaftlichkeit und die preiswerte Energie wird von den Verbrauchern positiv bewertet. Mit ihrer hohen Zuverlässigkeit punkten die Gas-Heiztechnologien bei den Verbrauchern gerade in den aktuell unsicher scheinenden Zeiten, in denen zahlreiche technologische und gesellschaftliche Veränderungen stattfinden.

3. Gas-Brennwert ist die Lieblingsheizung der Deutschen

Die Gas-Brennwertheizung ist für das SHK-Fachhandwerk das Maß der Dinge – zurecht. Sie verfügt über sehr gute Effizienz- und Verbrauchswerte. Außerdem ist die Technologie ausgereifte und deshalb hochgradig verlässlich. Auch die Auswahl an Anlagen ist riesig: Die Hersteller haben Geräte in fast jeder Größe und für jeden Heizbedarf im Programm. 67 Prozent der 2018 neu installierten Gas-Heizungen waren Brennwertgeräte – 4 Prozent mehr als im Jahr davor.

Beliebt bei den Kunden ist auch die Kombination aus Gas-Brennwert und Solarthermie: Dabei wird die kostenlose Wärme aus der Sonnenenergie für die Erwärmung des Trinkwassers oder auch zur Unterstützung der Heizung genutzt. Die Installation von Brennwert & Solar ist einfach und wird außerdem staatlich gefördert. Welche Förderungen infrage kommen, lässt sich mit dem Fördermittelfinder von Zukunft ERDGAS herausfinden.

Brennstoffzelle: die modernste Art zu heizen
Quelle: Viessmann Werke GmbH & Co. KG

4. Brennstoffzelle: Unabhängiger mit selbst erzeugtem Strom

Brennstoffzellen-Heizungen produzieren gleichzeitig Wärme und Strom. Deshalb sind sie deutlich effizienter als herkömmliche Heizungen: Die Energiekosten im Haushalt sinken um bis zu 70 Prozent. Außerdem machen sich Besitzer von Eigenheimen unabhängiger, denn steigende Strompreise betreffen sie deutlich weniger als andere. Außerdem wird die Anschaffung vom Staat besonders großzügig gefördert: Die KfW unterstützt die Investition in eine neue Brennstoffzellen-Heizung mit rund 9.300 Euro. Die Installation ist ähnlich wie die einer Gas-Brennwertheizung: Die Komponenten sind größtenteils vormontiert.

5. Gas-Heizungen treiben die Modernisierung an

In Deutschland warten derzeit rund 13 Millionen Wärmeerzeuger auf eine Modernisierung: Sie sind 20 Jahre oder älter und erfüllen damit nicht mehr heutige Ansprüche an Effizienz und Klimaschonung. Moderne Gas-Heizungen eignen sich ideal für den Austausch veralteter Heizkessel, denn sie verbrauchen wenig Energie, deshalb rechnet sich die Installation für die Verbraucher innerhalb kurzer Zeit. Und die Anschaffungskosten zum Beispiel für eine moderne Gas-Brennwertheizung sind gering. Das gilt natürlich auch für den Neubau. Für viele SHK-Fachhandwerksbetriebe sind Gas-Heizungen deshalb ein wichtiges Geschäftsfeld.

6. Gas wird immer grüner und bleibt zukunftsfähig

Gas wird grün: In den nächsten Jahren wird immer mehr Gas aus erneuerbaren Quellen das klassische Erdgas ergänzen. Grünes Gas gibt es schon seit vielen Jahren, zum Beispiel als Biogas, das aus Energiepflanzen sowie aus Abfall- und Reststoffen gewonnen wird. Eine weitere Gas-Erfolgsgeschichte ist Power-to-Gas: Dabei wird klimaneutral erzeugter Strom dafür genutzt, Wasserstoff oder erneuerbares Gas zu erzeugen. Erneuerbare Gase haben dieselbe Qualität wie klassisches Erdgas: Alle Gas-Heiztechnologien lassen sich ohne Probleme auch mit klimaneutral erzeugtem Gas betreiben. Deshalb wird Gas auch langfristig eine enorm wichtige Rolle im Wärmemarkt spielen.

7. Die Gas-Wirtschaft unterstützt das Fachhandwerk

Die deutsche Gas-Wirtschaft arbeitet eng mit ihren Marktpartnern – also den Geräteherstellern und dem SHK-Fachhandwerk – zusammen, um die starke Position von Erdgas im Wärmemarkt zu festigen und weiter auszubauen. Im Rahmen der gemeinsamen Aktion Raustauschwochen zum Beispiel haben sich bereits mehrere tausend Eigenheimbesitzer in Deutschland überzeugen lassen, ihre alte Öl- oder Gas-Heizung gegen eine effiziente neue Gas-Heiztechnologie auszutauschen.