Klimaschutzplan 2050: Klima-GAU der Bundesregierung

Mit dem Einbau einer modernen Gasheizung Beitrag zum Klimaschutz leisten

Mit Kohlestrom und Elektrifizierung werden Klimaziele verfehlt – Verbot von Gasheizung ignoriert Verbraucherwillen

Zu den Diskussionen über den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS e.V.: „Die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung für den Klimaschutzplan 2050 gleichen einem klimapolitischen GAU. Wenn die Bundesregierung an diesen Vorhaben festhält, wird sie nicht ein einziges Klimaschutzziel erreichen." Die Kosten für die Elektrifizierung des Wärmemarkts schätzt die Initiative auf etwa 2.000 Milliarden Euro. Das entspräche etwa 50.000 Euro pro Haushalt.

ERDGAS nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein, weil es deutlich weniger Emissionen verursacht als etwa Kohle oder Öl. „Vor diesem Hintergrund sind Planungen, den Einbau von Gasheizungen in Neubauten ab 2030 zu verbieten, völliger Irrsinn. Die Gasheizung ist die beliebteste Heizung der Deutschen. Drei von vier verkauften Heizungen sind Erdgas-Heizungen. Wenn die Regierung den Einbau in Neubauten verbietet, handelt sie in direktem Gegensatz zum Verbraucherwillen“, warnt Kehler.

Die angestrebte Elektrifizierung aller Bereiche – von der Wärme über die Mobilität – ist ein Irrweg, der mit enormen Kosten verbunden ist. Leidtragende sind Menschen mit kleinen Einkommen. Rund 50.000 Euro müsste jeder Haushalt nach Schätzungen von Zukunft ERDGAS aufbringen, um die Elektrifizierung des Wärmemarkts zu finanzieren. „Es ist völlig unverständlich, warum die Bundesregierung nicht versteht, dass sie auf dem Holzweg ist. Der starke Fokus auf Elektrifizierung zeigt vor allem eins: Hier ist der Bezug zur Realität verloren gegangen“, so Kehler.

Ebenso fatal ist der Verzicht auf ein klares Bekenntnis zum Ausstieg aus der Kohle. Die Klimabilanz Deutschlands wird derzeit untergraben von der Kohleverstromung. „Und genau an dieser Stelle weicht das Papier aus und bleibt schwammig“, beklagt Kehler. „Es wäre selbst den Bürgern von Schilda nicht eingefallen, in einem Klimaschutzplan am Kohlestrom festzuhalten und gleichzeitig Verkehr und Heizungen auf Strom umzustellen.“

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