Zukunft ERDGAS zur dena-Gebäudestudie

Dr. Timm Kehler

Kehler: „dena-Gebäudestudie unterstreicht die zentrale Bedeutung von ERDGAS für kostengünstigen Klimaschutz“

Die CO2-Senkung im Gebäudesektor mit Gas-Technologien ist erheblich günstiger als die komplette Elektrifizierung des Wärmemarkts. Zu diesem Resultat kommt die heute veröffentlichte Gebäudestudie der Deutschen Energie-Agentur (dena). Die Ergebnisse kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS: "Die Studie der dena macht mehr als deutlich: Die Vorfestlegung auf Elektrifizierung ist eine schlechte Idee. Stattdessen sollte ein Energie- und Technologiemix zum Tragen kommen, in dem sich die beste Lösung durchsetzt. Dann hat ERDGAS ganz natürlich eine starke Rolle."

Die Studie vergleicht verschiedene Szenarien für eine CO2-Reduktion des Gebäudesektors in Höhe von 80 bzw. 95 Prozent gegenüber 1990. Im Vergleich zwischen Technologiemix und reiner Elektrifizierung zeigt sich: Ein Technologiemix ist bei gleicher CO2-Ersparnis bis 2050 um rund 450 Milliarden Euro günstiger. "Die Energiewende wird nur Akzeptanz finden, wenn sie bezahlbar bleibt. Die Studie zeigt: Das geht nur mit Technologieoffenheit und Marktwirtschaft. Die künftige Bundesregierung wäre gut beraten, die Energiepolitik auf der Basis dieser Erkenntnisse auszusteuern", so Kehler. 

Etwa 30 Prozent des Energiebedarfs der Gebäude in 2050 decken laut den Berechnungen der dena ERDGAS und Biogas, wenn das Klimaziel von 80 Prozent weniger CO2 erreicht werden soll. Bei einer verschärften Zielsetzung mit 95 Prozent CO2-Reduktion würde das konventionelle Gas durch regenerative Gase ersetzt. Kehler: "Die deutsche Gaswirtschaft hat in über 30 Projekten gezeigt, dass Power-to-Gas technisch machbar ist und einen wichtigen Beitrag für das Energiesystem leisten kann. Doch bislang fehlen die politischen Weichenstellungen, die es uns ermöglichen, die Technologie wirtschaftlich zu entwickeln. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die Gaswirtschaft steht bereit, mit konventionellem Gas und mit erneuerbaren Gasen ihren Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten."

Nach den Maßgaben der ökonomischen Effizienz und der Machbarkeit wird laut Studie auch 2050 die Mehrheit der Haushalte auf eine Mischung aus gasbasierten und erneuerbaren Wärmelösungen wie etwa Brennwert plus Solar setzen. "Gasbasierte Technologien werden marktführend bleiben, weil sie innovativ sind, die Erneuerbaren immer effizienter einbinden und weil Gas selbst weitestgehend erneuerbar wird. Dazu müssen auch die Innovationen im Bereich Power-to-Gas vorangebracht werden", fordert Kehler. Auch die Gasinfrastruktur wird ihre zentrale Rolle zur Energieversorgung der Gebäude beibehalten, weil sie sich im Wettbewerb als kostengünstige Lösung für Energietransport und -speicherung durchsetzen wird. "Technologieoffenheit und marktwirtschaftliche Lösungen bringen die volkswirtschaftlich geringsten Kosten. Verbote und kategorisches Ausschließen sind deswegen nicht zielführend", sagt Kehler. 

Studie im Auftrag der dena

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