"CO2-Richtlinie für LKW: Kein Effekt beim Klima, aber Preise werden steigen."

Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS

Mitteilung für die Presse: Dr. Timm Kehler zu EU-Verhandlungen über CO2-Grenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge

Berlin, 19. Dezember 2018. Nachdem sich am Montag die EU-Kommission, das Europäische Parlament sowie die Mitgliedsstaaten auf neue Grenzwerte für PKW und leichte Nutzfahrzeuge geeinigt haben, soll nun am morgigen Donnerstag eine Einigung über die Einführung einer CO2-Regulation für schwere Nutzfahrzeuge erzielt werden. Der aktuell vorliegende Entwurf berücksichtigt die Potenziale von erneuerbaren und synthetischen Kraftstoffen und damit Biogas und Power-to-Gas nicht. Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS, kommentiert den Entwurf: 

"Der aktuell vorliegende Entwurf, der morgen verhandelt werden soll, erkennt die Potenziale von erneuerbaren und synthetischen Kraftstoffen für bezahlbaren Klimaschutz nicht an. Stattdessen erfolgt eine einseitige Vorfestlegung auf teure Elektroantriebe. Damit setzt Brüssel beim Klimaschutz alles auf eine Karte, obwohl mit Biogas und Power-to-Gas ebenfalls CO2-neutraler Güterverkehr möglich ist. Und dies zu deutlich geringeren Kosten.

Brüssel betreibt mit der Festlegung, dass Elektroantriebe per Definition keine CO2-Emissionen haben, Augenwischerei. Schließlich gelingt wirksamer Klimaschutz nur, wenn die gesamte Bilanz der Fahrzeuge betrachtet wird. Zwar emittieren Elektroantriebe kein CO2 auf der Straße. Das ignoriert aber gänzlich den Kohlendioxidausstoß, der durch die Stromerzeugung verursacht wird. Und der ist in Deutschland nach wie vor hoch, da die Braunkohle weiterhin einen hohen Anteil im Strommix hat. Mit den aktuellen Vorschlägen würden die Emissionen somit lediglich verlagert, statt sie wirksam zu senken. Das Problem stetig steigender CO2-Emissionen im Verkehr wird so nicht gelöst. Und gleichzeitig würden Logistik und Warentransport schmerzhaft verteuert.

Auch mit Verbrennungsmotoren ist klimaneutrale Mobilität möglich. Biogas und synthetische Kraftstoffe, die unter anderem durch das Power-to-Gas-Verfahren erzeugt werden, garantieren größtmögliche CO2-Einsparungen zu geringen Kosten und ohne Strukturbrüche. Davon profitiert nicht nur das Klima. Ebenso werden in Deutschland gute Arbeitsplätze und kostengünstige Logistik für Industrie und Handel gesichert."

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