CO2-Richtlinie für LKW: "Pragmatischer Kompromiss für wirksamen Klimaschutz"

Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS

Mitteilung für die Presse: Dr. Timm Kehler zu den Beschlüssen der europäischen Umweltminister über CO2-Grenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge

Berlin, 21. Dezember 2018. Gestern haben die europäischen Umweltminister eine Einigung über die erstmalige Einführung einer CO2-Regulation für schwere Nutzfahrzeuge erzielt. Demnach soll der Kohlendioxidausstoß neuer Lastwagen und Busse bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 sinken. Die Potenziale von erneuerbaren und synthetischen Kraftstoffen und damit Biogas und Power-to-Gas sollen Einzug in die Regulation nehmen. Auch wird flüssiges Erdgas (LNG) als emissionsarme Alternative zu Diesel besonders hervorgehoben.

Der Europäische Rat fordert, dass der nun gefasste Beschluss im Jahr 2022 grundlegend überprüft werden soll und hat dabei die Rolle von synthetischen und erneuerbaren Gasen besonders hervorgehoben. Konkret sollen die Beiträge zur Emissionssenkung von synthetischen und fortschrittlichen gasförmigen erneuerbaren Kraftstoffen, die nachhaltig produziert werden, besonders betrachtet werden. Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze hat sich in der Abstimmung enthalten.

Des Weiteren erkennt der Rat die besondere Rolle von LNG als verfügbare Alternative zu Diesel an, um nicht nur die Stickoxid- und Feinstaubemissionen zu senken, sondern um auch kurz- und mittelfristig die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen.  Deutschland ist hier bereits auf einem guten Weg: In diesem Jahr wurde die Mautbefreiung für Erdgas-LKW beschlossen sowie ein Förderprogramm zur Beschaffung von LNG- und CNG-LKW aufgesetzt. Das Förderprogramm wurde für dieses Jahr bereits voll ausgeschöpft, insgesamt wurden Anträge zur Förderung von 393 LKW gestellt.

Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS, erklärt dazu: "Die europäischen Umweltminister haben Pragmatismus bewiesen und den Vorschlag der Kommission an entscheidenden Stellen angepasst. Die Rolle von Gas-LKW wird klar anerkannt. 

Denn auch mit Verbrennungsmotoren ist klimaneutrale Mobilität möglich. Biogas und synthetische Kraftstoffe garantieren größtmögliche CO2-Einsparungen zu geringen Kosten und ohne Strukturbrüche. Davon profitiert nicht nur das Klima. Ebenso werden in Deutschland gute Arbeitsplätze und kostengünstige Logistik für Industrie und Handel gesichert.

Vor diesem Hintergrund wirkt es umso bedauerlicher, dass die Koalition in Berlin bislang keine klare Haltung zu alternativen Kraftstoffen entwickelt hat und sich die Umweltministerin bei der Abstimmung in Brüssel enthalten musste.“

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