Höchste Zeit, die Handbremse beim Klimaschutz zu lösen und unsere Gaskraftwerke auszulasten.

Braunkohle Ausstieg

Gaskraftwerke sind hierzulande weit weniger ausgelastet als Kohlekraftwerke. (Quelle: Zukunft ERDGAS)

Anlässlich der heute im polnischen Kattowitz beginnenden UN-Klimakonferenz fordert die Brancheninitiative Zukunft ERDGAS einen zügigen Umbau der Stromerzeugung in Deutschland.

"Durch die Weltklimakonferenz steht Klimaschutz wieder auf der Agenda. Endlich, denn uns bleibt kaum noch Zeit, um die Handbremse beim Klimaschutz zu lösen. Dank unseres großen Bestands an Gaskraftwerken kann kurzfristig der Einstieg in den Braunkohleausstieg begonnen werden. Ohne Risiken für die Versorgung", sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Initiative.

Aktuell wird hierzulande viermal mehr CO2 verursacht als es die Ziele des Pariser Klimaabkommens erlauben würden. Auch das selbst gesteckte Klimaziel für 2020 wird aller Voraussicht nach verfehlt. "Wir nehmen derzeit eine Hypothek auf unsere Zukunft auf und müssen daher jede Möglichkeit zur schnellen CO2-Senkung nutzen. Der Wechsel von Braunkohle zu Gas hat dabei einen sehr großen Effekt, schließlich zählt jede eingesparte Tonne CO2“, so Kehler. 

Allein der emissionsintensivste Energieträger Braunkohle hat im vergangenen Jahr knapp 160 Millionen Tonnen zu den deutschen CO2-Emissionen beigetragen – ungefähr die Hälfte aller CO2-Emissionen der Energiewirtschaft. Durch einen "Fuel Switch" ließen sich die Emissionen schon heute nachhaltig senken, denn gegenüber Braunkohle erzeugt ERDGAS dreimal mehr Energie pro Tonne CO2 – eine schnelle und bezahlbare Maßnahme für wirksamen Klimaschutz. Mehr als 30 Gigawatt Gaskraftwerksleistung stehen in Deutschland aktuell bereit, sie sind aber nur gering ausgelastet. "Die nicht genutzten Kapazitäten von effizienten und flexiblen Gaskraftwerken eröffnen große Spielräume für einen Einstieg in den Ausstieg", versichert Kehler. 

"Die deutsche Politik lässt bislang keine stringente Strategie für einen wirksamen und bezahlbaren CO2-Minderungspfad erkennen. Das Klimaziel für 2020 wird verfehlt und auch die Kohlekommission kann noch kein Ergebnis vorweisen. Kattowitz muss daher ein Weckruf für Berlin sein, die Inhalte des Pariser Abkommens endlich in wirksame Handlungen umzusetzen. Es ist die Chance, das Fundament für Investitionen in Klimaschutztechnologien und neue, tragfähige Geschäftsmodelle zu legen. Jetzt gilt es, die niedrig hängenden Früchte zu ernten. Wenn Deutschland wieder Klimavorreiter werden möchte, muss die Politik jetzt aktiv werden", bekräftigt Kehler abschließend.

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