„Triple G – Green Gas for Germany“

Braucht Deutschland grünes Gas aus dem Ausland?

Welche Rolle spielt grünes Gas für das Erreichen der Klimaziele? Und wo kommt das in Deutschland genutzte grüne Gas in Zukunft her? Diese Fragen diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung „Triple G- Green Gas for Germany“, die Zukunft ERDGAS gemeinsam mit der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) am 28. Juni 2018 in Berlin ausgerichtet hat. Neben Vertretern der Gasbranche nahmen auch politische Entscheider aus Deutschland und der EU sowie Wissenschaftler teil.  

Dabei präsentierten internationale Gasunternehmen innovative Projekte zur Dekarbonisierung der Gasversorgung. Neben den Potenzialen der Gasinfrastruktur für eine erfolgreiche Integration grüner Gase wurden, mit Blick auf mögliche Grüngas-Importe, auch geopolitische Implikationen erörtert. Am Ende des Tages waren sich die Teilnehmer einig: Grüne Gase sowohl aus heimischer Produktion als auch aus dem Ausland werden zukünftig für eine bezahlbare Emissionsreduktion in Deutschland sorgen. Ein Apell ging auch an die Politik: Um die Investitionen anzureizen, die für eine Weiterentwicklung der Technologien notwendig sind, muss der Anteil an grünem Gas im Energiemix klar definiert werden. 

Mit der Dialogveranstaltung wollten die Veranstalter den Austausch über das Potenzial von grünem Gas als Partner der Erneuerbaren im Dekarbonisierungsprozess anstoßen. Hintergrund ist, dass die deutschen Klimaziele allein mit Steigerungen der Energieeffizienz und dem Ausbau von Sonnen- und Windenergie nur schwer kosteneffizient zu erreichen sind. Biomethan, Wasserstoff und synthetisches Erdgas können hingegen dank der bestehenden Transportinfrastruktur einen entscheidenden Beitrag zur Emissionsreduktion leisten – nicht zuletzt durch den Import dieser Energieträger aus Ländern mit günstigen Bedingungen für erneuerbare Energien.

Videostatements