Leitfaden für bezahlbaren und effizienten Klimaschutz

Leitfaden für bezahlbaren und effizienten Klimaschutz

Empfehlungen der Gas-Branche für die 19. Legislaturperiode

Die Gas-Branche unterstützt die Erreichung einer CO2-Reduktion von 80 bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050. Der beste Weg zur Erreichung der Ziele sind technologieoffene und marktwirtschaftliche Ansätze.

Wir sind fest davon überzeugt, dass Gas dabei ein Energieträger ist, der sich im Wettbewerb um die kostengünstigste Lösung durchsetzen wird. Gas trägt bereits heute – aber insbesondere auch langfristig – zu einer deutlichen Verbesserung der CO2-Bilanz unserer Energieversorgung bei. Gas ist ein Energieträger, der aufgrund seiner Flexibilität Partner der erneuerbaren Energien ist. Mit Biogas ist Gas bereits heute schon anteilig erneuerbar und hat perspektivisch das Potenzial z. B. durch Power-to-Gas oder andere Technologien, völlig CO2-neutral zu werden.

Klare Weichenstellungen für die Nutzung der Potenziale von Gas würden kostenoptimale CO2-Einsparungen ermöglichen und das Gas-Netz und die Gas-Speicher als eine zentrale Infrastruktur der Energiewende stärken.

Gas ist dezentral, flexibel, effizient, speicherbar und preiswert. Es ist ein Garant für das Gelingen der Energiewende und die Reduktion von CO2 – heute und in 2050.

Mit diesem Kompendium möchten wir Ihnen Empfehlungen für die kommende Legislaturperiode geben, wie die Potenziale von Gas und dem Gas-Netz für wirksamen und bezahlbaren Klimaschutz genutzt werden können.

Die Gas-Branche empfiehlt für bezahlbaren und wirksamen Klimaschutz:

  • Bestehende Förderprogramme im Wärmemarkt erhalten, vereinfachen und technologieneutral an der höchsten CO2-Einsparung pro Euro ausrichten.
  • Steuerliche Abschreibung für Heizungsmodernisierung einführen.
  • Primärenergiefaktoren nach COausrichten.
  • Preissignale aus dem EU-Emissionsrechtehandel stärken.
  • Rolle von hocheffizienten Gas-Kraftwerken und dezentralen Gas-KWK für mehr Klimaschutz im Strommix stärken.
  • CO2-Vorteile von immer grüner werdender Erdgas-Mobilität den Flottendurchschnittswerten der Automobilhersteller anrechnen.
  • Hohe Erdgas-Tankstellendichte in Deutschland sichern.
  • Power-to-Gas als Zukunftstechnologie absichern und als Energiespeicher anerkennen.
  • Flexibilität der Gas-Infrastruktur für intelligente Sektorenkopplung nutzen.

Dr. Norbert Azuma-Dicke
Leiter Public Affairs | Chefvolkswirt
Tel.: 030 4606015-70

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