Moderne Heizungen als Klimaschutz-Maßnahmen

Klimaschutzmaßnahmen mit Gas
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Bei den Möglichkeiten zur Sanierung setzt die neue Bundesregierung auf Technologieoffenheit: Maßnahmen an der Gebäudehülle, Verbesserung der Anlagentechnik oder Einsatz erneuerbarer Energien. Das spiegelt sich jedoch nicht in der aktuellen Gesetzgebung wider.

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz für Neubauten (EEWärmeG-Neubau) legt den Fokus auf die Sanierung der Gebäudehülle. Das Resultat ist ein Investitionsstau, denn die Höhe der Investitionserfordernisse verschreckt viele Eigentümer. Zudem amortisieren sich die Investitionen in die Gebäudehülle in den meisten Fällen erst nach Jahrzehnten – laut dem Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden kann dies bis zu 47 Jahre dauern. So wird weitere Investitionskraft auf lange Zeit gebunden und fehlt für zusätzlich notwendige Maßnahmen. Dadurch wird klar: Die finanzielle Situation der Hausbesitzer muss bei den Klimaschutzmaßnahmen mitgedacht werden.

Effizienter wäre es, den Modernisierungsstau im Heizungskeller anzugehen. Bislang werden nur rund drei Prozent der alten Heizgeräte pro Jahr erneuert. Sollte sich diese Rate nicht erhöhen, können wir bis zum Jahr 2020 nur etwa 30 Prozent des angestrebten CO2-Minderungsziels erreichen.

Eine sehr gute Chance, Modernisierungen voranzutreiben und die Heizungskeller somit effizient zu machen, ist die im Nordwesten Deutschlands notwendige Marktraumumstellung, also die Umstellung der Gasversorgung von energieärmerem auf energiereicheres Erdgas über die nächsten zehn Jahre. Insgesamt müssen in dieser Region rund 5,5 Millionen Gasgeräte angepasst werden. Mit dem Kesseltauschprogramm Raustauschwochen nutzt Zukunft ERDGAS die Marktraumumstellung, um Hausbesitzer auf das Effizienzpotenzial von Heizungsmodernisierungen aufmerksam zu machen.

 

Innovative Gas-Technologien sparen CO2 und werden staatlich gefördert

Rund 65 Tonnen CO2 spart eine moderne Gas-Brennwertheizung bei einer Lebensdauer von 20 Jahren gegenüber einem alten Kessel. Im Jahr 2017 wurden im Rahmen der Raustauschwochen 4.200 alte Heizkessel getauscht. Die gesamten CO2-Einsparungen, die durch die Aktion erzielt werden, summieren sich demnach auf stolze 273.000 Tonnen. Bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 9,1 kg CO2 im Jahr 2017 entspricht dies in etwa dem Jahresausstoß einer deutschen Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern.

Dr. Norbert Azuma-Dicke
Leiter Public Affairs
Tel.: 030 4606015-70

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