Gute Aussichten für unser Klima: Mit Erdgas schaffen wir die Klimaziele

Gute Aussichten für unser Klima

LNG im Schwerlasttransport bietet gute Aussichten für unser Klima

Gute Aussichten für unser Klima

Flüssigerdgas (LNG) etabliert sich im Schwerlastverkehr als saubere Alternative. LNG ist emissionsarm und klimaschonend und hat das Potenzial, den Diesel insbesondere im Lkw-Fernverkehr zu ersetzen. Erste namhafte Hersteller wie Iveco, Scania und Volvo bieten LNG-Truck-Modelle an. Spediteure können so mit Ihrem Fuhrpark zu nachhaltigen Lieferketten beitragen.

LNG-Lastwagen erfüllen die Euro-6-Norm, weshalb sie keine Fahrverbote in Städten mit dicker Luft befürchten müssen. Weiterer Vorteil ist, dass LNG-Motoren nach dem Prinzip des Ottomotors arbeiten und daher hörbar leiser sind als Dieselfahrzeuge gleicher Größe.

Politischer Rückenwind für LNG

Im Frühjahr 2019 legte die EU den Herstellern von schweren Nutzfahrzeugen erstmals CO2-Obergrenzen für den Flottenverbrauch auf: Bis 2025 müssen sie die Treibhausgasemissionen um 30 Prozent gegenüber 2019 senken, bis 2020 um 15 Prozent. Auch deshalb bezuschusst der Bund den Kauf eines LNG-Lastwagens mit 12.000 Euro. Bis mindestens Ende 2020 sind die LNG-Trucks zudem von der Maut befreit. Und wegen des niedrigeren Steuersatzes ist LNG beim Tanken wesentlich günstiger als Diesel. 

Die lang erwartete Förderung der Bundesregierung für CO2-arme Nutzfahrzeuge hatten innerhalb der ersten zwölf Monate bis August 2019 schon zahlreiche Spediteure in Anspruch genommen. Von den 1.390 geförderten Lkw hatten über 70 Prozent einen LNG-Antrieb.

Ausbau des LNG-Tankstellennetz

Im September 2019 zählten 6 Stationen zum deutschen LNG-Tankstellennetz. In 2020 soll das LNG-Tankstellennetz in Deutschland auf 40 Stationen wachsen, bis 2025 sogar auf 200.

Noch höhere Einspareffekte für das Klima kann LNG künftig entfalten, wenn Erdgas mit Bio-LNG gemischt wird. Biogas wird schon heute in über 900 Anlagen in Deutschland produziert oder kann beispielsweise aus überschüssigem Ökostrom in einem technischen Prozess synthetisch hergestellt werden. Würde Bio-LNG beispielsweise mit einem Verhältnis von 30 Prozent dem konventionellen Erdgas beigemischt, wäre gegenüber Diesel eine Halbierung der Treibhausgasemissionen erreicht.

Gute Aussichten für unser Klima

Deutschland bekennt sich zum Klimaschutz. Wenn wir unsere Klimaverpflichtungen einhalten wollen, müssen die Emissionen aber deutlich sinken. Dazu müssen wir so schnell wie möglich raus aus der Braunkohle. Effiziente Gas-Kraftwerke können heute schon die emissionsintensiven Braunkohlekraftwerke ersetzen. Die CO2-Belastung bei der Stromerzeugung ließe sich so drastisch reduzieren: Mit nur drei Jahren Verspätung könnten wir das Ziel, die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken, erreichen. Aber das gelingt nur zu marktwirtschaftlich fairen Bedingungen.

Fuel Switch von Braunkohle zu Gas: 43 Prozent weniger CO2 bis 2023

Eine aktuelle Studie von Aurora Energy Research zeigt: Durch einen Fuel Switch, bei dem insbesondere Gas-Kraftwerke verstärkt eingesetzt werden, ließen sich die CO2-Emissionen im Stromsektor im Vergleich zum Jahr 1990 um bis zu 43 Prozent senken. Schon bei einer Abschaltung von fünf bis neun Gigawatt Braunkohleerzeugungsleistung könnte Deutschland so die selbst gesteckten Klimaziele 2020 innerhalb der kommenden fünf Jahre erreichen. Mit aktuell 30 GW installierter Leistung können die bestehenden Gas-Kraftwerke die wegfallenden Kapazitäten problemlos auffangen – der schnellste und kostengünstigste Weg für mehr Klimaschutz. Und auch die Klimaziele für 2030 bleiben dadurch noch erreichbar.

Um über dieses Potenzial zu informieren, hat Zukunft ERDGAS die Kampagne "Gute Aussichten für unser Klima" gestartet. Mit dem prägnanten Motiv möchte die Branche darauf aufmerksam machen, dass umweltschonende Gas-Kraftwerke bereits kurzfristig einen nachhaltigen Beitrag zur Emissionssenkung im Stromsektor leisten können.

Zur Presseinformation

Gute Aussichten für unsere Luft

Mitte Dezember 2018 sticht die AIDAnova zu ihrer Jungfernfahrt in See. Als erstes Kreuzfahrtschiff der Welt wird es mit umweltschonendem LNG (Liquefied Natural Gas) angetrieben. Damit fällt in Deutschland der Startschuss für den Einsatz von LNG in der Schifffahrt auch in großem Maßstab – ein positives Signal für die Luftqualität und die Flexibilität unseres Energiesystems.

Green Cruising dank Dual-Fuel-Motoren

337 Meter lang, 42 Meter breit, 20 Decks, Platz für 5.000 Passagiere, Wasserpark, Mini-Golf-Anlage, Hochseilgarten: Die Ende August 2018 getaufte AIDAnova bietet alle Annehmlichkeiten, die Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff dieser Größenordnung erwarten dürfen. Das wirklich Besondere an der AIDAnova verbirgt sich allerdings tief im Inneren des Schiffs: Im Maschinenraum arbeiten vier hochmoderne Dual-Fuel-Motoren. Und sie werden, anders als bisher auf Kreuzfahrtschiffen üblich, mit flüssigem Erdgas (LNG) angetrieben. Für das Klima und die Luftqualität ist das eine hervorragende Nachricht.

Weniger Emissionen, mehr Flexibilität

LNG ist Erdgas, das auf eine Temperatur von minus 162 Grad heruntergekühlt und so flüssig wird. Dabei reduziert sich sein Volumen um den Faktor 600. Damit kann Erdgas auch außerhalb der Gas-Netzinfrastruktur – zum Beispiel per Schiff oder per Lkw – transportiert werden. Dieser Flexibilitätszuwachs ist einer von zahlreichen Vorteilen des innovativen Kraftstoffs. Vor allem aber überzeugt LNG durch seine durchweg geringeren Treibhausgas- und Schadstoffemissionen im Vergleich zu Schweröl und Marinediesel.

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Christina Heß
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 4606015-63

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