Bewertung von Brennstoffzellen: Hilfe zur EnEV-Berechnung

Im Dezember 2014 wurde mit der DIN SPEC 32737 erstmals ein Verfahren zur energetischen Bewertung von Brennstoffzellen für Wohngebäude und Gebäude mit wohnähnlicher Nutzung festgelegt, das an die Systematik der DIN V18599-9 zur energetischen Bewertung von KWK-Systemen anknüpft und die vorgegebenen Randbedingungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt. Der Berechnungsalgorithmus der DIN SPEC 32737 wurde bereits in die Neufassung der DIN V 18599 vom September 2018 überführt, auf die das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020) verweist.

Die Initiative Brennstoffzelle bietet eine Berechnungshilfe zur Nutzung der DIN SPEC 32737 kostenlos zum Download an. Die Berechnungshilfe soll für Anwender von EnEV-Berechnungssoftwarelösungen als einfache Ergänzung dienen, um auch Brennstoffzellen/Brennstoffzellen-Heizgeräte bei der energetischen Planung und Bewertung von Wohngebäuden und Gebäuden mit wohnähnlicher Nutzung nach der aktuellen EnEV berücksichtigen zu können. 

Seit September 2020 steht auch eine Berechnungshilfe für Nichtwohngebäude kostenlos zum Download bereit. Diese lehnt sich an dem Algorithmus der DIN V1899-9:2018-09 an und bildet die marktverfügbaren Brennstoffzellen ab. Die Berechnungen können für die für den Einsatz von KWK-Systemen mit Brennstoffzellen typischen/relevanten Nichtwohngebäudetypen durchgeführt werden. Dabei ist die Bewertung von Brennstoffzellen sowohl für Nichtwohngebäude mit als auch ohne Trinkwarmwasserbedarf bzw. ohne zentrale Trinkwarmwassererwärmung möglich. Gleichzeitig kann die Anzahl installierter Brennstoffzellen (Einzelgeräte) je nach Gerätetyp variiert werden. 

Der Geltungsbereich der Berechnungshilfe für Nichtwohngebäude entspricht dem Geltungsbereich für gleiche Größe der Brennstoffzellen (Einzelgeräte) wie im bisherigen Ansatz für Wohngebäude. 

 

Über die DIN SPEC 32737

Das Verfahren der DIN SPEC 32737, das inzwischen in die DIN V 18599-9:2018-09 überführt wurde, bezieht sich auf Brennstoffzellen mit einer thermischen Leistung zwischen 0,3 kW und 5 kW, die in Wohngebäuden oder Objekten mit vergleichbarer Nutzung zum Einsatz kommen und wärmegeführt betrieben werden. Voraussetzung für die Anwendung des Verfahrens ist die Verfügbarkeit von Kennwerten wie Leistungen und Wirkungsgraden, die in der DIN EN 50465 formuliert sind.

Mit der neuen technischen Regel wurde ein wichtiger Schritt getan, um Brennstoffzellen im Rahmen der EnEV, des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes und des ab November 2020 geltenden Gebäudeenergiegesetzes oder darauf aufbauender Förderinstrumente normativ bewertbar zu machen. Brennstoffzellen-Heizgeräte als innovative dezentrale Erzeuger von Strom und Wärme sind schon heute in der Lage, die Anforderungen der EnEV 2016 und GEG 2020 zu erfüllen.

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Brennstoffzellen

John Werner

Leiter Unternehmensentwicklung & Strategie | Prokurist
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